Zwischen idyllischem Bauerndorf und moderner Industriegemeinde

Mitten in den Hügeln Pannoniens liegt die Marktgemeinde Großpetersdorf. Einst ein agrarisches Zentrum, hat sich der Ort zur größten Industriegemeinde des Burgenlandes gewandelt.
Laura WEINGRILL / 29. April 2019
Foto: Laura-Weingrill

Großpetersdorf hat sich sein typisch burgenländisches Dorfambiente bewahrt, obwohl es sich sukzessive zu einem Wirtschafts- und Industriestandort entwickelt hat.

 

„Wir sind eine moderne, allen Ansprüchen gerecht werdende, Schul-, Industrie- und Tourismusgemeinde und daher einfach besonders lebens- und liebenswert. Hier ist die Umwelt noch in Ordnung, die Luft sauber, und das Zusammenleben steht im Mittelpunkt“, erzählt Wolfgang Tauss, der seit 2012 Bürgermeister des idyllischen Örtchens ist. Kein Wunder, denn mit seinen knapp 3.600 Einwohnern kann sich die im Bezirk Oberwart liegende Marktgemeinde mit ihren Ortsteilen Kleinpetersdorf, Kleinzicken, Miedlingsdorf und Welgersdorf wirklich sehen lassen. Neben der schönen Lage kann der Ort vor allem durch seine Infrastruktur strahlen – von einem Kindergarten mit einer Kinderkrippe, Schulen, einem modernen Pflegekompetenzzentrum, praktischen Ärzten, einer Polizeisicherheitszentrale sowie einer E-Tankstelle bis hin zu vielen Einkaufsmöglichkeiten.

Ein großes Miteinander

Neben der besonderen Infrastruktur steht in Großpetersdorf das Zusammenleben im Mittelpunkt, wobei hier die über 50 Vereine in sportlicher, kultureller, freizeitgestaltender sowie ortsverschönernder Art und Weise tätig sind und einen großen Beitrag zur Gemeinschaft leisten. „Uns ist wichtig, dass es hier jedem möglich ist, seine Freizeit mit Gleichgesinnten im gesellschaftlichen Miteinander zu gestalten und bei den diversesten Veranstaltungen mitzuwirken. Auch wenn unsere Unternehmen immer zukunftsorientiert arbeiten, ist uns der Charakter eines typischen burgenländischen Dorfes mit all seiner Vielfalt erhalten geblieben“, so Bürgermeister Tauss. Es scheint also noch immer jeder jeden zu kennen, in dem Dorf, das zur Stadt wurde. Und tatsächlich – rund um die zahlreichen Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, wie etwa dem Freischwimmbad, den Fußball- und Tennisplätzen, der gemeindeeigenen Dorfgalerie und dem „Alten Kino“, bietet der Ort unzählige Möglichkeiten, die Freizeit aktiv und kreativ zu gestalten.

Ein Platz für Künstler

Seit dem Jahr 2002 gibt es sie: Die „Großpetersdorf Galerie“. Das Gebäude im Herzen von Großpetersdorf wird von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Seele des Betriebes ist Alt-Landesrat Josef Tauber, dem es ein Anliegen ist, Künstler zu fördern und den Ort mit kreativem Leben zu füllen. Stolz erzählt er, dass sogar Sepp Laubner in der Galerie ausgestellt hat. Bis Anfang Juni läuft derzeit eine Ausstellung von Alfred Postmann. Die Galerie ist mittwochs und sonntags immer von 10-12 Uhr geöffnet.

Schlemmerparadies

Die Kulinarik wird in Großpetersdorf ebenso hochgehalten, und so startet der Weinfrühling heuer mit der Weintrophy am 3. Mai im Gasthaus Wurglits. Dabei werden der beste Blaufränkisch und Welschriesling der Region gekürt (Nähere Infos: www.paradiesfruehling.at). Darüber hinaus legt der Ort einen ganz besonderen Fokus auf Tradition, und ab Mai wird die Westernstadt Lucky Town eröffnet und ist den gesamten Sommer hindurch beliebter Treffpunkt in der Region. Auch der Charity Night Run des dorfeigenen Laufclubs, der am 15. Juni 2019 sein 10. Jubiläum feiert, ist aus Großpetersdorf nicht mehr wegzudenken. Für musikalischen Genuss im Ort sorgen der Musikverein Jugendkapelle Großpetersdorf sowie die Musikschule.

Immer am Puls der Zeit

„Die Gemeinde geht stets neue Wege der innovativen Betriebsansiedlung, um einerseits den Industriestandort zu stärken und bestehende Arbeitsplätze zu sichern, aber andererseits auch, um neue Betriebe und damit Beschäftigung zu schaffen. Unser Ziel ist es daher, die Infrastruktur nicht nur zu erhalten, sondern auch auszubauen. Die Umsetzung von Innovationen und Visionen steht damit im Mittelpunkt“, meint Bürgermeister Wolfgang Tauss. Ein solches Paradebeispiel ist das Traditionsunternehmen O.K. Energie Haus. Von Oberwart kommend, wurde gleich am Großpetersdorfer Ortsbeginn eine moderne Produktionsstätte errichtet, die erst vor wenigen Wochen im Beisein von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil eröffnet wurde. Gleichzeitig wurde auch das 15-Jahr Jubiläum des Unternehmens gefeiert, das auf wohngesundes und hochqualitatives Bauen setzt.

Im Eigentum der Gemeinde steht das gut besuchte 4-Sterne-Hotel GIP. Wochentags nutzen Businessgäste nicht nur die großzügige Übernachtungsmöglichkeit, sondern auch die Konferenz- und Seminarräume. Am Wochenende genießen vorwiegend Hochzeitsgäste das pannonische Flair des Hotels. Durch die unmittelbare Nähe zur Sportarena und Tennisanlage kann das Hotel auch für Trainingslager und Sportevents genutzt werden. Im Gebäudekomplex des Hotels sind unter anderem ein Steuerberater, ein Grafikstudio und zwei Ärztepraxen untergebracht und wird deshalb auch von der heimischen Bevölkerung als kleines Ortszentrum wahrgenommen.

Großpetersdorf wird dadurch zu einem Ort, der sowohl ein Gefühl der Moderne als auch den Reiz des sanften Tourismus und des florierenden Burgenlands verkörpert.



Eröffnung der neuen O.K. Energie Haus Produktionsstätte mit Vize-Bgm. Hafner, GF Oberfeichtner, Landeshauptmann Doskozil, GF Krukenfellner und Bgm. Tauss.

Alt-Landesrat Josef Tauber (mitte) führt heute ehrenamtlich die Galerie in Großpetersdorf. Im Bild mit Karl Kaplan und Alt-Landeshauptmann Hans Niessl bei der Verleihung des Komturkreuzes

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