COVID-19: Zwei neue Fälle im Burgenland

Im Burgenland wurden zwei weitere Personen positiv auf COVID-19 getestet. „Bei den beiden Fällen handelt es sich um zwei Männer. Sie waren Teil einer 4-köpfigen Reisegruppe waren, die sich in Ischgl aufgehalten hat und eine Bar besuchte, in der Personen positiv auf COVID-19 getestet wurden. Die Männer sind derzeit in häuslicher Quarantäne“, erklärte Brigitte Novosel, Sprecherin des „Koordinationsstabs Coronavirus“ des Landes. Sie informierte gemeinsam mit Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz auch über Unterrichtsfreistellung von Schülern ab der 9. Schulstufe, digitalen Unterricht und Betreuung in Pflichtschulen.
Peter SITAR / 12. März 2020
Foto: LandesmedienService

Brigitte Novosel vom Koordinationsstab Coronavirus und Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz informierten über die aktuelle Situation

Brigitte Novosel, Sprecherin des „Koordinationsstabs Coronavirus“ des Landes, informierte: „Die Männer aus dem Bezirk Neusiedl haben sich bei Bekanntwerden der positiven Fälle in Ischgl sofort selbst in häusliche Quarantäne begeben. Zwei Männer wurden positiv getestet. Ihr Gesundheitszustand ist derzeit stabil, und sie sind weiterhin in häuslicher Quarantäne. Sollte sich der Zustand verschlechtern und ein Spitalsaufenthalt notwendig sein, ist im Krankenhaus Oberpullendorf alles vorbereitet, um die Patienten entsprechend isoliert unterbringen und medizinisch behandeln zu können.“ Bei den zwei anderen Männern der Reisegruppe ergab die Testung ein negatives Ergebnis. Ansonsten wurden im Burgenland bislang 41 Verdachtsfälle negativ getestet. Der Gesundheitszustand jener 4 Personen, die am 6. März positiv getestet wurden, ist weitgehend stabil. Die Zahl der Erkrankten im Burgenland hat sich somit auf 6 Personen erhöht.

Die Zahl der behördlich unter Quarantäne stehenden Personen hat sich seit Mittwoch, 11. März, stark erhöht: Unter behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne stehen derzeit 49 Personen, am Mittwoch waren es 30 Personen. Ein beträchtlicher Teil davon besteht aus Personen, die gemeinsam mit Kontaktpersonen, die im Krankenhaus Hartberg arbeiten, wo vergangene Woche eine Mitarbeiterin positiv auf COVID-19 getestet wurde, an einer Geburtstagsfeier teilgenommen haben.
Novosel appelliert daher: „Nehmen Sie die Maßnahmen und Empfehlungen des Bundes ernst! Um einer weiteren Verbreitung des COVID-19-Virus möglichst flächendeckend entgegenzuwirken, und vor allem auch, um Menschen, die der Risikogruppe zuzurechnen sind – also Menschen, die über 60 Jahre alt sind, deren Immunsystem geschwächt ist oder die Vorerkrankungen haben, vermeiden Sie Menschenansammlungen und reduzieren Sie ihre sozialen Kontakte!“

Unterrichtsprogramm

Die von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen sehen vor, dass ausnahmslos alle Schüler ab der 9. Schulstufe (AHS-Oberstufen bzw. BS und BHS) ab dem kommenden Montag vom Unterricht freigestellt werden.
Die Pflichtschulen – also Bildungseinrichtungen bis einschließlich der 8. Schulstufe – bleiben vorerst offen, allerdings wird ab kommendem Mittwoch von klassischem Unterricht auf Betreuung umgestellt, wie Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz mitteilt.
„Da werden wir ab Mittwoch dann schauen, wie viele Personen diese Betreuung in Anspruch nehmen müssen, und sie dann unter Berücksichtigung der aktuellen Lage an den Schulstandorten organisieren. Grundsätzlich müssen nicht alle Lehrer anwesend sein. Eine Einteilung der betreuenden Lehrer übernimmt die Schulleitung“, so Zitz, der auch erklärte, man arbeite an einer Lösung für Lehrer über 60 Jahre, die zur Risikogruppe gehören. „Es geht hier vor allem darum, dass wir die Ansteckungsgefahr vermindern, und entsprechend werden wir auch handeln.“

Lerninhalte

Bezüglich der Unterrichtsgestaltung betonte Zitz, dass man sich vor allem auf das Festigen von Lerninhalten, die bereits durchgenommen wurden, konzentrieren werde. Dies gelte auch für die Oberstufenschüler, die vom Unterricht freigestellt sind: „Als Resultat unserer langjährigen Bemühungen können wir digitalen Unterricht für jene Kinder und Jugendlichen, die zu Hause bleiben, garantieren. Er wird über unsere seit Jahren bewährten Online-Lernplattformen, wie „LMS“ im Sekundarstufenbereich und „skooly“ im Volksschulbereich stattfinden.“ Vom Bildungsministerium sei außerdem eine Sonderlösung für Maturanten zugesagt worden. „Wir warten auf weitere Informationen vom Ministerium“, so Zitz.
Ab sofort wird es in der Bildungsdirektion (0 26 82/710 152) insgesamt 6 Hotlines – für jeden Schultyp eine eigene – für Fragen zur Vorgehensweise in den burgenländischen Schulen geben
Weiterführende Informationen zum Thema Coronavirus gibt es außerdem unter:

https://www.burgenland.at/themen/gesundheit/coronavirus


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Sechs Personen im Burgenland positiv auf COVID-19 getestet

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