Hartberg unterstützt Heizungsumstellung mit Förderung

Günstig wie nie: Heizungsumstellung von Öl auf umweltfreundlichere Alternativen.
Olga SEUS / 11. Mai 2020
Foto©Olga Seus

Werben für den Umstieg auf alternative Energieformen, vorwiegen Pelletsheizung: V.l.n.r. DI Anton Schuller von der Klima- und Energie Modellregion, DI Ernst Reiterer, der Energieberatungen in Hartberg anbietet, Johann Winkler und Andrea Radl vom Umweltausschuss,  Bgm. Ing. Marcus Martschitsch

 

„Heizungsumstellung von Öl auf umweltfreundlichere Alternativen“ – so lautet eine immer lauter werdende Forderung im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes. Das Regierungsprogramm selbst sieht den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen Heizöl, Erdgas und Kohle vor. Dazu gibt es zwei Eckpfeiler: Ab 2025 müssen Ölkessel ausgetauscht werden, die älter als 25 Jahre alt sind, 2035 müssen alle restlichen Ölkessel ausgetauscht werden. 

Förderungen

Um den Umstieg zu erleichtern, gibt es zahlreiche Förderungen. Zum einen gibt es die Bundesförderung, die bis zu 30% der förderwürdigen Kosten übernimmt, maximal jedoch 5.000 Euro. Dazu die Landesförderung, die ebenfalls bis zu 30 % bzw. maximal 3.700 Euro übernimmt. 

Klimaschutz in Hartberg

Die Stadtgemeinde Hartberg, seit 1992 Klimabündnispartner und Vorreiter im Sinne des Klimaschutzes kann mit fast 70% der Gebäude, die alternativ beheizt werden, eine stolze Statistik aufweisen. Um diese Zahl zu erhöhen – konkret geht es um 437 Ölkessel, die bis 2025 das fragliche Alter von 25 Jahren erreicht oder überschritten haben werden und somit getauscht werden müssen und um weitere 209 Kessel die dann bis 2035 getauscht werden müssen – stockt die Stadtgemeinde die von Bund und Ländern zur Verfügung gestellte Zahlung auf und zahlt ebenfalls bis zu 25% bzw. maximal 1.600 Euro zur Umstellung dazu. Durch geschicktes Kombinieren kann so insgesamt eine Summe von 10.300 Euro an Förderung lukriert werden. Damit kann die Umstellung heuer so günstig wie nie durchgeführt werden.

Andrea Radl von den Grünen Hartberg, vor Kurzem selbst betroffen, kann von der Umstellung auf Pellets nur schwärmen: statt dem bekanntermaßen unangenehmen Ölgestank gibt es nun den harmonischen Duft nach Wald und Bäumen. Johann Winkler ergänzt noch dass die Umstellung auch ein Bekenntnis zu Regionalität und damit zu der Erhaltung der Wertschöpfung und wichtiger Arbeitsplätze vor Ort ist. Anton Schuller von der Klima- und Energie Modellregion betont, dass zudem die Pellets sogar bei dem derzeit recht günstigen Ölpreis immer noch um 25% billiger sind und überdies keinen starken Schwankungen unterworfen sind. Von Heizölersatzprodukten wie Biogas oder Hydrotreated Vegetable Oil (HVO) rät er hingegen ab, diese sollten der Mobilität und Industrie vorbehalten werden, als Raumwärme seien sie „eine Verschwendung“. 

Wer eine Heizungsumstellung plant, sollte sich vom Fachmann beraten lassen. In Hartberg bietet DI Ernst Reiterer diese Beratung an, wobei die Erstberatung kostenlos ist, eine ausführliche Energieberatung wird vom Land Steiermark gefördert und kostet den Kunden nur 50 Euro. Ganz wichtiger Tipp vom Fachmann: Die Förderung muss unbedingt vor Umsetzung der Maßnahmen beantragt werden. 


Kommentare

Heizung auf umweltfreundlichere Alternativen umstellen

Einen Kommentar hinterlassen: