Radeln auf Rezept

In Hartberg wurde am 23.09. die neue Initiative „Gesundheit durch Radfahren. Radeln auf Rezept“ vorgestellt. Dazu hat sich die Stadtgemeinde mit dem Hausärztenetzwerk zusammengeschlossen. Herausgekommen sind ärztliche „Rezepte“, auf denen das Radfahren „täglich“ für „Freizeit, Einkaufen, Arbeit“ empfohlen wird. Dazu sind gesundheitliche Aspekte, die für das Fahrradfahren sprechen, aufgelistet und 10 Gründe „fürs Umsatteln im Alltag“ wie etwa „es ist leise, billiger, verursacht keine Emissionen, spart Platz“.
Olga SEUS / 24.09.2019
Foto: Olga Seus

Foto: Vertreter der Stadt und des Ärztenetzwerkes stellen das Radfahrrezept vor

 

Hartbergs Bürgermeister Marcus Martschitsch betonte, dass man bestrebt sei, möglichst viel des Alltagsverkehres auf Radwege zu bringen. Langfristig hoffe man auf bis zu 10% der zurückgelegten Strecken bis zu 5 km von vier auf zwei Räder zu verlagern. Dazu gäbe es zwei Ansatzpunkte:

1. Es müsste die entsprechende Infrastruktur vorhanden sein; mit dem Ausbau des Radwegnetzes von Hartberg, Hartberg-Umgebung, St. Johann in der Haide und Greinbach sei dies gewährleistet.  2. Die Frage, wie man die Leute aufs Rad bringen könne? Dazu müssten entsprechende meinungsbildende Maßnahmen gesetzt werden. Dies beginne bereits bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern mittels Fahrradschulungen in der Volksschule, aber auch durch Aktionen wie dem hier vorgestellten Radel-Rezept, das vorwiegend auf die mittlere bis ältere Bevölkerungsschicht abhebe. Frau Dr. Seidl hob darauf ab, dass Sport und Bewegung allgemein fürs Wohlbefinden wichtig sei und gab zu bedenken, dass Menschen, die immer Sport gemacht hätten, im Alter ebenfalls fitter seien. Herr Dr. Moussa ergänzte den Sicherheitsaspekt und warnte vor unvorsichtigem Fahren oder Fahren ohne entsprechenden Schutzhelm. Die jeweilige „Radfahrdosis“ müsse mit dem Arzt individuell abgestimmt werden um vor Überbeanspruchung zu schützen. Aus eigener Erfahrung kann Dr. Schrittwieser sprechen: der passionierte Radfahrer ist schon von Hartberg bis Innsbruck geradelt. Das Schlusswort hatte Anton Schuller vom Umweltreferat: „Wenn die Leute erkennen, dass Radeln gesund ist, gut für die Umwelt und auch noch Spaß macht, ist viel gewonnen“. In diesem Sinne, auf in den Sattel!


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Gesundheit durch Radfahren

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